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Der Familie krebskranker Kinder helfen

Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, verändert sich das Leben der gesamten Familie schlagartig. Dieser Schock trifft Eltern, Geschwister, Freund:innen und Angehörige gleichermaßen und bringt emotionale, organisatorische und alltägliche Herausforderungen mit sich, bei denen viele nicht wissen, wie sie am besten unterstützen können.

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen Wege aufzeigen, wie Sie Betroffene liebevoll und achtsam begleiten können – sei es durch einfache Gesten der Zuwendung, konkrete praktische Hilfe oder durch das Zuhören in schwierigen Momenten. Denn wahrer Beistand braucht Verständnis, Geduld und manchmal auch kleine Maßnahmen, die den Alltag erleichtern und Hoffnung schenken.

Zuwendung

Ihre Freunde oder Mitglieder Ihrer Familie haben gerade die Diagnose einer schlimmen Erkrankung genannt bekommen. Sie brauchen jetzt vermehrt Ihre Zuwendung. Gehen Sie auf deren Bedürfnisse ein und nicht auf Ihren eigenen Bedarf.

Verständnis

Bedenken Sie, dass einzelne Familienmitglieder nach einem derartigen Ereignis noch übererregt sein können und dass Reaktionen der Familie manchmal »schwer verständlich« sein können.

Anerkennung

Hören Sie geduldig zu, wenn Ihre Angehörigen oder Freunde von den Erlebnissen erzählen, verstärken Sie dabei aber nicht das »Schreckliche – Entsetzliche«, sondern zeigen Sie Verständnis und Anerkennung für das Verhalten. Suchen Sie gemeinsam nach Positivem.

Alltag

Versuchen Sie, mit ihnen soweit wie möglich, Alltag und Normalität wiederzufinden, in dem Sie zum Beispiel Dinge tun, die Sie gemeinsam
auch vor der Diagnosestellung getan haben.

Abstand & Nähe

Zeigen Sie Verständnis und fühlen Sie sich nicht zurückgewiesen, wenn Ihre Angehörigen oder Freunde Abstand brauchen und keine sozialen Kontakte möchten. Geben Sie ihnen zu verstehen, dass Sie jederzeit für sie da sind.

Vor Stress schützen

Versuchen Sie, die Betroffenen in der nächsten Zeit vor unnötigen und zusätzlichem Stress zu schützen, greifen Sie aber dabei nicht zu sehr in die Alltagsaufgaben ein, da diese Normalität darstellen.

Etwas Gutes tun

Lassen Sie den Angehörigen oder Freunden in der nächsten Zeit bewusst etwas Gutes zukommen! Machen Sie jetzt vermehrt und bewusst das, was ihnen gut tut.

Sport & Hobbies

Wenn sie Sport treiben, Hobbys haben o. ä., kann das helfen, den Stress abzubauen. Fördern Sie die möglichen Tätigkeiten.

Hilfe von außen

Passen Sie auf Reaktionen Ihrer Angehörigen oder Freunde auf, die ungewöhnlich sein können (z. B. Schlafstörungen, Alpträume, Reizbarkeit, Isolation, vermehrtes Grübeln, Schuldgefühle, usw.). Sollten sich diese verstärken und andauern, versuchen Sie sie zu bewegen, psychologische Hilfe anzunehmen.

Geduld

Haben Sie Geduld! Die Integration einer solchen Diagnose in das Familienleben kann einige Zeit dauern. Sie können Ihren Angehörigen dabei nur beistehen.