Beim ersten KONA-Geschwistertag erlebten betroffene Kinder und ihre Eltern durch Austausch, kreative Arbeit und gemeinsame Unternehmungen einen Tag voller ungeteilter Aufmerksamkeit und neuer Gemeinschaft.
Geschwister im Mittelpunkt
Am 14. März war es endlich so weit: In den KONA-Räumlichkeiten fand unser erster Geschwistertag für Kinder statt, deren Bruder oder Schwester sich in Akutbehandlung oder in der Nachsorge befindet. Sechs Kinder nahmen gemeinsam mit jeweils einem Elternteil teil.
Zum Einstieg ging es direkt in Bewegung: Wer ist Team Pizza, wer Team Pasta? Wer liebt es, draußen zu spielen? Und wer war schon einmal im Krankenhaus? So konnten erste Gemeinsamkeiten entdeckt und Berührungsängste abgebaut werden.
Im Anschluss setzten sich die Geschwisterkinder gemeinsam mit ihren Eltern intensiv mit ihrer Familie auseinander. Mithilfe verschiedener Fragen – z.B. „Was findet ihr an eurer Familie besonders toll?“, „Was hat sich in eurer Familie verändert, seitdem dein Bruder/deine Schwester krank ist/war?“, „Wenn deine Familie ein Tier wäre – welches Tier wäre sie?“ – entstanden berührende Gespräche und Einblicke in die Einzigartigkeit jeder Familie.
Bunt und kreativ wurde es als die Familien ihre ganz eigenen Wappen in individuelle Drachen verwandelten. Mit diesen ging es dann am Nachmittag in den Luitpoldpark – und wir hatten richtig Glück, denn der Wind hat perfekt mitgespielt! Die Drachen stiegen hoch in den Himmel und sorgten für strahlende Gesichter.
Am Anfang noch ein bisschen aufgeregt – die einen eher leise, die anderen gleich mittendrin – tauten im Laufe des Tages alle Kinder sichtbar auf. Am Ende blieb vor allem eines: ganz viel Lachen und ein richtig schöner gemeinsamer Tag.
Diese Rückmeldungen von einem Geschwisterkind und ihrer Mama sprechen für sich:
Antonia: „Also des Drachensteigen fand ich toll und ich fand alles andere auch sehr gut! Das Mittagessen mit den anderen Kindern war auch richtig toll!“
Mama: „Es war sehr schön auch mal den Tag ganz „alleine“ mit Antonia zu haben, ohne dauernd auf die kleine Rücksicht nehmen zu müssen, drauf zu achten, dass die Alina keinen Quatsch macht ect. Auch zu sehen wie Antonia als jüngste dann doch langsam auch aufgetaut ist war richtig schön…“
Besonders wertvoll war an diesem Tag, dass die Geschwisterkinder einmal ganz im Mittelpunkt stehen durften – mit ungeteilter Aufmerksamkeit von Mama oder Papa. Gleichzeitig konnten sie andere Kinder kennenlernen, die ähnliches erlebt haben. Der Fokus des ersten Treffens lag zunächst darauf, Verbindung herzustellen und einen sicheren Rahmen für die Kinder zu schaffen. In den nächsten Treffen möchten wir darauf aufbauen und noch mehr Raum geben, für all das, was den Geschwisterkindern guttun kann.



