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Kunsttherapie

Ressourcen stärken. Ausdruck ermöglichen. Selbstwirksamkeit fördern.

Eine Krebserkrankung stellt Kinder und Jugendliche vor enorme körperliche und seelische Herausforderungen. Oft fehlen Worte für das, was sie erleben. Kunsttherapie eröffnet hier einen geschützten Raum, in dem Gefühle, Gedanken und Erfahrungen nonverbal Ausdruck finden dürfen – über Farben, Formen, Materialien und kreatives Tun.

Der kunsttherapeutische Ansatz auf der Kinderkrebsstation ist ressourcenstärkend und rehabilitativ ausgerichtet. Im Mittelpunkt steht nicht das fertige Werk oder ein ästhetischer Anspruch, sondern der Gestaltungsprozess selbst. Sorgen, Ängste, Wut, Trauer oder belastende Erlebnisse können sichtbar gemacht werden, ohne ausgesprochen werden zu müssen. So entsteht Entlastung – und oft auch neue innere Stärke.

Selbstvertrauen und Autonomie erleben

In einer Situation, in der Kinder und Jugendliche durch Therapie, Untersuchungen und körperliche Einschränkungen stark fremdbestimmt sind, bietet die Kunsttherapie einen wichtigen Gegenpol: Hier ist das Kind der „Boss“. Es entscheidet selbst, was, wie und womit gestaltet wird. Dadurch erleben die jungen Patient*innen Selbstwirksamkeit, Autonomie und Kontrolle – zentrale Ressourcen in einer Zeit, die von Ohnmacht geprägt sein kann.

Gemeinsam mit der Kunsttherapeutin entwickeln die Kinder individuelle Ausdrucksformen und persönliche Bewältigungsstrategien. Auf symbolischer Ebene können Konflikte bearbeitet, Ängste verwandelt und innere Kräfte aktiviert werden – etwa wenn aus einfachen Materialien Drachenflügel, Schutzschilde oder maßgeschneiderte Krieger­rüstungen entstehen.

Ein geschützter therapeutischer Raum

Kunsttherapie dient in erster Linie dem Patienten selbst. Die entstandenen Werke werden achtsam und geschützt behandelt, denn gerade in Ausnahmesituationen wie einer Krebserkrankung braucht kreatives Arbeiten eine therapeutisch begleitete und sichere Umgebung. Sprachliche Barrieren, Erschöpfung oder emotionale Überforderung können durch das kreative Tun überwunden werden – Hände und Pinsel werden zu Mitteln der Kommunikation.

Die kunsttherapeutische Arbeit findet überwiegend im Einzelsetting statt, kann aber auch gemeinsam mit Eltern oder in kleinen Gruppen erfolgen. Sie erfordert ein hohes Maß an Flexibilität: Wenn Kinder ihr Zimmer nicht verlassen können oder medizinische Termine Vorrang haben, kommt die Kunsttherapie direkt ans Krankenbett.

So können Sie die Kusttherapie konkret unterstützen

90€

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450€

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1.700€

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Mobile Kunsttherapie

Ergänzend zur Arbeit auf der Station gibt es das Angebot der Mobilen Kunsttherapie. Diese Begleitung im häuslichen Umfeld hat eine besondere Qualität: Das Kind wird in seinem vertrauten, „gesunden“ Umfeld erlebt, jenseits des Klinikalltags. Die mobile Kunsttherapie bietet Kontinuität und Stabilität – auch dann, wenn Therapiepläne wechseln oder tagesklinische Angebote längere stationäre Aufenthalte ersetzen. Hier entstehen oft intensive und nachhaltige Gestaltungsprozesse, die über einzelne Termine hinaus wirken und neue Ausdrucks- und Handlungsspielräume eröffnen.

Seit 2010 ist die Kunsttherapie fester Bestandteil der psychosozialen Versorgung auf der Kinderkrebsstation der München Klinik Schwabing. Ohne das Engagement und die Finanzierung der Initiative krebskranke Kinder München e.V. wäre dieses Angebot nicht möglich.

„Nicht nur in der Kunsttherapie sind die Kinder und Jugendlichen für mich Helden – sondern ganz besonders im Kampf gegen ihre Erkrankung und die damit verbundenen Herausforderungen.“

Tanja Mußgiller, Dipl. Kunsttherapeutin

Flyer zur Kunsttherapie – Mit Kunsttherapie für kleine Helden

Mit Kunsttherapie für kleine Helden

Gemeinsam Kraft spenden: Angst vor der nächsten Chemo, Wut auf den eigenen Körper, Traurigkeit über verlorene Normalität – in der Kunst dürfen all diese Gefühle Raum bekommen.

Logo der Initiative krebskranke Kinder München e.V.

Wir sind für Sie da.