Weltgedenktag zum Kinderkrebs

Pressemeldung zum
Kinderkrebs – Weltgedenktag am 15. Februar 2020

Krebs bei Kindern – gemeinsam Kraft spenden

In Deutschland überleben dank der guten Versorgung mehr als drei Viertel aller Kinder.

Welttag KinderkrebsMünchen, 05.02.2020. In den meisten Ländern unserer Erde haben krebskranke Kinder kaum eine Chance zu überleben. Alle drei Minuten stirbt weltweit ein Kind an Krebs. Während in den reichen ‚High Income Countries‘ , die gerade mal zehn Prozent ausmachen, die Überlebenschancen von krebskranken Kindern und Jugendlichen bei nahezu 80 Prozent liegen, sind sie in den ‚Low and Middle Income Countries‘ bei maximal 20 Prozent.
Die „Initiative krebskranke Kinder München e.V.“ ist eine von vielen regionalen Hilfsorganisationen in Deutschland, die krebskranke Kinder und ihre Familien durch verschiedenste Angebote unterstützt und so zur bestmöglichen Versorgung beiträgt.

In vielen außereuropäischen Ländern kommt Krebs immer noch einem Todesurteil gleich. Es fehlen Behandlungszentren, Onkologen, medizinische Geräte und Medikamente. Auch die sogenannten ‚Fake-Medikamente‘, gefälschte und minderwertige Arzneimittel, sind ein Riesenproblem und führen oft zum Tod der Kinder. „Die Eltern müssen unterschreiben und die Verantwortung übernehmen, bevor ich den Kindern Medikamente, wie etwa Zytostatika bei einer Chemotherapie, gebe. Denn ich weiß nicht, ob es sich wirklich um ein Medikament handelt. Aber welche andere Chance haben wir?“, erklärt ein Kinderonkologe aus dem Irak.
Für uns schwer vorstellbar ist auch, dass krebskranke Kinder oft lange Reisen, 1000 km und mehr, hinnehmen müssen, um überhaupt die Chance auf eine Behandlung zu bekommen. „Ich bin mit meiner Mutter 1200 km zu einem Krankenhaus gereist, um behandelt zu werden“, erzählt ein krebskranker Junge aus Indien.
Auch innerhalb Europas sind die Versorgungsqualität und damit die Heilungsraten sehr unterschiedlich. Deutschland gehört zu den privilegierten Ländern. Hier überleben dank der guten medizinischen und psychosozialen Versorgung mehr als drei Viertel aller Kinder.
Dazu tragen auch die regionalen Fördervereine und Elterninitiativen bei, die Stellen in den Krebsstationen finanzieren, bedürftige Familien finanziell unterstützen, Elternwohnungen bereitstellen, Auszeiten zum Kräftetanken ermöglichen, Informationen und Beratung bieten und vieles mehr.
So auch die Initiative krebskranke Kinder München e.V., die in diesem Jahr ihr 35jähriges Jubiläum feiert. Mit einer eigenen psychosozialen Nachsorge-Einrichtung, die über die Grenzen Deutschlands hinaus Modellcharakter hat, hilft der Verein nicht nur in der Akutphase, sondern auch in den Jahren nach der Therapie auf dem Weg in einen neuen Alltag.
Der Internationale Kinderkrebstag wurde 2001 von CCI (Childhood Cancer International) ausgerufen, dem weltweiten Netzwerk von Eltern mit krebskranken Kindern. Ziel ist, die Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren.

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