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Krebskranke Kinder

10 Tipps für mitfühlendes Verhalten gegenüber betroffenen Familien

  1. Ihre Freunde oder Mitglieder Ihrer Familie haben gerade die Diagnose einer schlimmen Erkrankung genannt bekommen. Sie brauchen jetzt vermehrt Ihre Zuwendung. Gehen Sie auf deren Bedarf (oder Bedürfnisse) ein und nicht auf Ihren eigenen Bedarf.
  2. Bedenken Sie, dass einzelne Familienmitglieder nach einem derartigen Ereignis noch übererregt sein können und dass Reaktionen der Familie für Sie auch »schwer verständlich« sein können.
  3. Hören Sie geduldig zu, wenn Ihre Angehörigen oder Freunde von den Erlebnissen erzählen, verstärken Sie dabei aber nicht das »Schreckliche - Entsetzliche« sondern zeigen Sie Verständnis und Anerkennung für das Verhalten. Suchen Sie gemeinsam nach Positivem.
  4. Versuchen Sie, mit Ihnen soweit wie möglich, Alltag und Normalität wieder zu finden, in dem Sie zum Beispiel Dinge tun, die Sie gemeinsam auch vor der Diagnosestellung getan haben.
  5. Die Betroffenen werden jetzt möglicherweise von allen Seiten (Bekannte, Kollegen, etc.) bedrängt. Versuchen Sie Abstand zu halten, schirmen Sie sich und Ihre Angehörigen aber dabei nicht zu sehr von Ihrem sozialen Netz (Verwandte, gute Bekannte, Freunde, etc.) ab.
  6. Versuchen Sie, die Betroffenen in der nächsten Zeit vor unnötigen und zusätzlichem Stress zu schützen, greifen Sie aber dabei nicht zu sehr in die Alltagsaufgaben ein, da diese Normalität darstellen.
  7. Lassen Sie sich und Ihren Angehörigen oder Freunden in der nächsten Zeit bewusst etwas Gutes zukommen! Machen Sie jetzt vermehrt und bewusst das, was Ihnen gut tut.
  8. Wenn sie Sport treiben, Hobbys haben, o. ä., kann das helfen, den Stress abzubauen. Fördern Sie die möglichen Tätigkeiten.
  9. Passen Sie auf Reaktionen Ihrer Angehörigen oder Freunde auf, die ungewöhnlich sein können (z. B. Schlafstörungen, Alpträume, Reizbarkeit, Isolation, vermehrtes Grübeln, Schuldgefühle, usw.).
    Sollten sich diese verstärken und andauern, versuchen Sie sie zu bewegen, psychologische Hilfe anzunehmen.
  10.     Haben Sie Geduld! Die Integration einer solchen Diagnose in das Familienleben kann einige Zeit dauern. Sie können Ihren Angehörigen dabei nur beistehen.

Marion Domdey
Diplom-Psychologin. TU München

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